| Als junges Mädchen, geboren an einem 12. November (Skorpion!) in Greeley / Colorado, sah sie ihren ersten Bruce Lee - Film und hatte eine (damals revolutionäre) Idee: Frauen können das auch schaffen! Entgegen allen Ratschlägen ("Kleine Mädchen tun das nicht!") nahm die frühere Turnerin die Herausforderung an: "Ich wollte es, daher machte ich es - und alle akzeptierten es letztlich!" Ihr Vater, ein Professor der University of Oregon, hielt diese Bestrebungen vorerst für eine Laune, für ein Hirngespinst ("Es ist verrückt, wenn sich Mädchen mit so einem Zeug beschäftigen!"), durfte aber nach dem ersten großen Titelgewinn erkennen, dass es keines war. | ![]() |
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KAREN SHEPERDBilder teilweise durch anklicken zu vergrößern... |
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Die Kalifornierin Karen Lee Sheperd ist -
wie Cynthia Rothrock - eine der ganz großen weiblichen Pioniere der
Martial Arts. Als sie in den Siebzigern ihre Wettkampfkarriere begann,
gab es zuwenig Frauen in den Kampfkünsten - und keine Kata-Bewerbe für
Damen: Sie hatte vorerst gegen Männer anzutreten - eine der Parallelen
zu Cynthia Rothrock (Waffen-Kata). Mit Hilfe von Renardo Barden, einem
früheren Herausgeber des Magazins Karate Illustrated startete sie einen
erfolgreichen Kreuzzug für die Damen-Kata.
In den großen US-Turnieren, trommelten sie alle Kampfsport-Ladies zusammen, und man baute diese Disziplin gemeinsam auf. Karen Sheperd war 1979/80 die unumstrittene Nr. 1, war der erste weibliche FORMS GRAND CHAMPION bei den US OPEN und zog sich 1981 vom Wettkampfgeschehen zurück. Sie hatte sich einen Namen gemacht, war am Sprung eine Kata- und Waffenkata-Legende (Spezialität: Doppeltes Breitschwert und Chinesische Kettenpeitsche) zu werden und wagte den Schritt in Filmgeschäft. Die Nachfolgerin als Zugpferd in den Damenbewerben hieß ..... Cynthia Rothrock. |
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| "Die Kampfkünste inspirierten mein ganzes bisheriges Leben. Sie gaben mir den Antrieb zum Erfolg und gaben mir die Disziplin, meinem Herzen zu folgen und meine Ziele zu erreichen. Ich profitierte in allen Aspekten des Lebens von den Kampfkünsten. Die im Training entwickelte innere Kraft ist allgegenwärtig" Von dieser Inspiration wurde Karen Sheperd durch große Wettkampferfolge und durch die magische Welt von Film und Fernsehen getragen. Im März 2001 strahlte der ORF den Film MISSION OF JUSTICE (unter dem Titel MARTIAL LAW III) aus. Und ihr Fight gegen Cynthia Rothrock in RIGHTING WRONGS (auch: ABOVE THE LAW) gehört zu den "Filmkämpfen des Jahrhunderts", vergleichbar mit dem Fight von Bruce Lee & Chuck Norris im Colosseum von Rom. | ||
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Zu Beginn ihrer Laufbahn trainierte die Perfektionistin Shotokan Karate, Taekwondo, Kajukenbo, Wing Chun Kungfu und Tai Chi Chuan. Speziell das SHOTOKAN KARATE brachte ihr die grundlegenden Faust- und Beintechniken bei und vor allem: Disziplin. Aber sie fühlte sich durch die vielen Limitierungen in ihrer Kreativität eingeschränkt. Jener Stil, den sie dann über 20 Jahre intensiv studierte, war WUN HOP KUEN DO (1977: 1. Dan), eine Kombination mehrerer verschiedener Stilrichtungen: "Ich sah Vorführungen von Al Dacascos und Eric Lee: Ihre Formen waren unglaublich schön und bargen die Freiheit in den Bewegungen." Ursprünglich betrieb sie den Zweikampf, aber die "Showmanship" der Formen und die Einzigartigkeit dieser ästhetischen Bewegungen zogen sie magisch an. Sie vereinigte ab 1974 in Denver mit Unterstützung von Master Al Dacascos (Vater von "The Crow" Marc Dacascos) Bewegungen aus den Kampfkünsten mit jenen des Turnens und sogar des Eiskunstlaufs - einer anderen heimlichen Liebe - und bereitete sich auf den nationalen Kampfsport-Zirkus vor. Die Situation als weiblicher Martial Artist war schwierig, aber sie zog den Vorsatz durch. "Ich glaube, die Trainer waren zu mir besonders hart, weil ich ein Mädchen - das einzige in der Gruppe - war." meint sie im nachhinein. Sie hatte viele natürliche Fähigkeiten (Bsp.: Flexibilität), die andere nicht hatten, und sie meisterte viele herausfordernde und schwierige Techniken - das schüchterte so manchen männlichen Trainingspartner ein. |
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| Nach ihrem Rücktritt konzentrierte sie
sich auf Film und Fernsehen, zierte die Titelseiten aller großen
US-Kampfsport-Magazine, schrieb Artikel über die Martial Arts,
produzierte Videos (Bsp.: "Protectercise", "Revitalizing
Energy and Vitality") und unterrichtete(e) in Seminaren.
Ihr Repertoire an Kursinhalten ist riesig: Es reicht von der (Film-) Stuntarbeit über Selbstverteidigung, Kampfsport-Aerobics, Kicking & Boxing, Fitness- und Konditionstraining, Stretching bis hin zu Mentaltraining und Selbstpräsentation für Wettkämpfer ("How to ´wow` the referees and audiences"). Aufgrund vieler Verletzungen, die sie sich zuzog, widmete sie sich auch der Rehabilitation nach Verletzungen und steht auch für Individualtraining zur Verfügung.
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| Karen Sheperd hat seit vielen Jahren einen
eigenen Fanclub, nimmt sich immer Zeit für ihre Fans und beantwortet
deren Schreiben grundsätzlich persönlich.
Sie nimmt sich auch ausreichend Zeit für die Beantwortung von Anfragen, wie der St. Pöltener ZEN TAI RYU HAK-Karatetrainer Erhard Kellner feststellen konnte: "Ich kenne ihre Homepage (http://www.karensheperd.com) und habe viel von ihr gehört, obwohl sie in Österreich im Vergleich zu Cynthia Rothrock fast unbekannt ist. In Amerika ist das anders, da ist sie eine der ganz Großen - nicht umsonst hat das BLACK BELT MAGAZIN sie 1997 als FRAU DES JAHRES in die HALL OF FAME aufgenommen. Ich stellte ihr per Email einige Fragen bezüglich eines möglichen Kurses in Österreich und erhielt eine seitenlange Rückantwort - eine absolut professionell agierende und ernsthafte Persönlichkeit. Ich glaube, es wäre hochinteressant, ein Seminar mit ihr zu veranstalten." |